DSpace
 

Osaka Prefecture University Repository >
A.Osaka Prefecuture University:(2005-) >
0800.Faculty of Liberal Arts and Sciences >
Language and culture >
Vol.2 >

Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/10466/1020

Title: ニーチェの詩に見るヨーロッパ的刻印
Other Titles: Des europaische Geprage in den Gedichten Nietzsches
Authors: 山本, 博志
Author's alias: YAMAMOTO, Hiroshi
Issue Date: 31-Mar-2003
Publisher: 大阪府立大学
Citation: 言語と文化. 2003, 2, p.79-97
Abstract: Es geht hier darum, uber das Hauptmerkmal, das das ganze Schaffen Nietzsches durchzieht, Aufschluss zu geben: das europaische Geprage. Ans Licht zu bringen sind: erstens seine Sprachauffassung, zweitens das Gestaltungsprinzip seines Schaffens, drittens Formkonstante der europaischen Literatur. Das letztgenannte macht namlich das Europaische aus. 1. Nietzsche findet die Sprache als Erkenntnismittel destruktiv wirkend, d.h. mit der Sprache gelangt man nie zur Wahrheit, sie hat namlich damit nichts zu tun.Sie spielt aber als Material zur Gestaltung der Kunst eine wichtige Rolle. Nur ein asthetisches Sprachgebilde kann dem Menschen zur Verklarung seines Daseins verhelfen: ,,nur asthetisches Phanomen ist das Dasein und die Welt ewig gerechtfertigt." Die griechische Beredsamkeit ist ein reprasentatives Sprachkunstwerk, mit dem der Redner mit dem Publikum kommunizieren kann. 2. Je mehr Nietzsche sich von der Offentlichkeit distanziert, weil es kein ideales Publikum gibt, bedient er sich des rhetorischen Kunstgriffs obscuritas. Er redet und erscheint dem Publikum ratselhaft, was es eventuell zu einem asthetischen Kommunikationsprozess lockt. Also sprach Zarathustra ist ein musterhaftes Beispiel. Zarathustra ist sein Doppelganger, dessen ratselhafte Worte man zu entratseln hat. 3. Literarische Formkonstante wie Musen, Metaphern, Ideallandschaft in seinen Werken und nachgelassenen Fragmenten und Autobiographien sind herauszuarbeiten. Einen andern Doppelganger stellt er sich zur Verfiigung: das lyrische Ich, aus dessen Mund er sein Innerstes vernehmbar macht. Hervorzuheben ist folgendes: Er stellt seine geistige Not in der Speisemetapher, deren Schauplatz Wiiste ist, dar und sein Leben in der Schiffahrtsmetapher. In den Gedichten seiner Jugendjahre tauchen Lustorte (locus amoenus): Wald, Wiese im Fruhling und Abendlandschaft. Spater begegnet er der wunderschonen Naturlandschaft von Sils ( Ober Engadin / Schweiz ), die er dann im Namen des lyrischen Ich, eines seiner Doppelganger, in Die Sonne sinkt als Ideallandschaft in der Abendlandschaft, seinem Lebensalter und Schicksal lobsingend, hervorruft. So macht er sich eine neue, geistige Heimat, die Abendland, Europa heiBt, zu eigen. Das sind Beweise dafur, dass sein ganzes Sinnen und Trachten darauf ausgeht, seinem ganzen Schaffen ein europaisches Geprage zu verleihen und somit seine geistige Heimat, die Europa heiBt, in Anspruch zu nehmen.
URI: http://hdl.handle.net/10466/1020
Appears in Collections:Vol.2

Files in This Item:

File Description SizeFormat
KJ00000053471.pdf1.3 MBAdobe PDFView/Open

Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.